Osterdorfer Bayernrundfahrt 2010: 600km mit dem Velomobil

Bericht
Martin Keller

Osterdorfer Bayernrundfahrt 2010: 600km mit dem Velomobil
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Es ist vollbracht! Woran ich lange gezweifelt habe ist geschehen. Ich habe 620km am Stück gefahren, ohne tot vom Rad zu fallen.
Am Vortag regnete es in Strömen, das Regenradar zeigte aber, dass es am späten Nachmittag aufhören würde. Also erst um 17:00 Uhr los und gaaaanz langsam in Richtung Osterdorf gezuckelt. Gaaanz langsam unter anderem deshalb, weil ich mich die Tage vorher so dermaßen kaputt gefühlt habe, wenn ich in die Arbeit fuhr, dass ich mir auf keinen Fall durch zu viel Druck schon den nächsten Tag verderben wollte. Kurz vor Osterdorf noch was gegessen, oben (Osterdorf ist gleich hinter einer längeren 11%-Steigung) dann geduscht, kurz noch gequatscht und ab ins Feldbett.
Der nächste Tag, ich fühle mich erstaunlich frisch. Das (gezwungen) gemütliche Herfahren hat wohl meine Muskeln etwas gelockert, fein. Die Sonne scheint auch und bis Sonntag soll es auch traumhaft schön bleiben. Beim Start um 8 Uhr befindet sich dort ein Pulk von etwa 70 Rennradlern, einigen Liegeradlern und zwei Quests. Wobei an ein gemeinsames Fahren mit Jürgen nicht zu denken ist. Wer mit einem Uralt-Damenrad ohne Gangschaltung in einer Rennradlergruppe mitfahren kann, der ist eine Nummer zu fit für mich... Da ich zum allerersten Mal mich an einer solchen Langstrecke versuche, habe ich mir im Vorfeld schon ganz klar andere Prioritäten in dieser Reihenfolge gesetzt:
1.) gesund wieder ankommen
2.) innerhalb der Maximalzeit bleiben (40h, also Ankunft bis 24:00 Uhr)
3.) noch bei Tageslicht ankommen (hell bis ca. 22:00 Uhr, also etwa 38h Zeit)

Da ich glaube, mich einigermaßen zu kennen, wollte ich mir meinen ersten 600erter möglichst gut vorbereiten, Überraschungen und Schwierigkeiten wird es trotzdem immer noch genug geben. Um mich selbst einzustimmen und mir die Zweifel zu nehmen, habe ich mich daheim schon etwas mit der Strecke beschäftigt und mir mit Google Earth herausgesucht, wo starke Gefälle sind, an denen ich den Bremsschirm brauche (die Trommelbremsen eines Velomobils sind zwar für den Alltag absolut ausreichend und sehr wartungsarm, kommen aber bei einem aerodynamischen optimierten Geschoss mit etwa 140kg Gesamtgewicht bei langen Gefällen schnell an die Grenze der Überhitzung). Da ich gerne nach Karte fahre und mit einer Schwarzweißkopie nicht viel anfangen kann, habe ich mir Karten in Farbe ausgedruckt (1:200.000er digitaler Kartensatz des Bayerischen Landesvermessungsamts mit sehr schöner und detaillierter Darstellung) und die Strecke, sowie meine "Bremsschirmabfahren" farbig markiert. Außerdem habe ich persönliche Soll-Zeiten für jede Kontrollstelle überschlagen, so das ich für die letzten 40km mit ihren "Schweinehügeln" noch fünf Stunden Zeit habe. Das sollte in so ziemlich jedem Zustand zu schaffen sein. Das beruhigt sehr und macht den Kopf frei. Für eine weitere Strecke von etwa 80km habe ich sieben Stunden eingeplant: Vom Chiemsee nach Bad Tölz führt der Weg über einige heftige Steigungen. Ich glaube, diese Arbeit hat sich sehr gelohnt, da ich von Anfang an in der Gewissheit fahren konnte, in der Zeit anzukommen, wenn ich meine eigene Sollzeit einigermaßen einhalte. Im Nachhinein muss ich sagen, staune ich über die Genauigkeit meiner Zeitschätzung. Nach 300km lag ich eine Stunde vor meiner Sollzeit und konnte dann auch etwas längere Pausen machen, die mir durchaus gut getan haben.
Die Strecke beginnt recht passabel, wobei die ersten 250km konstant durch Hügelland führen. Es läuft gut, die Stunden ziehen dahin. Nachdem ich am Tag vorher meine Pedalplatten nochmals verstellt habe, habe ich auch kein Problem mehr mit schmerzenden Achillessehnen. Seeeehr angenehm. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Tour sonst durchgehalten hätte. Am Anfang, als der Pulk noch dicht beieinander fuhr, gab es noch die ein oder andere Verkehrsbehinderung, weil die Straße nach Kinding doch von recht vielen LKW befahren wird, die an kurvigen Bergaufstrecken nicht ohne weiteres überholen können. Aber hier hilft eine kurze Pinkelpause und die Straße vor einem ist wieder frei. ;-)

Nach einiger Zeit bemerke ich einen unruhigen Lauf im rechten Vorderrad. Die Kontrolle ergibt keine Schnitte im Mantel, aber an einer Stelle ist er etwas dicker. Naja, wird schon noch passen, sind ja nur noch 500km... 20km später leicht bergab in einer Rechtskurve macht es bei ca. 60km/h kurz PENG! und ich rumple mit gezogener Bremse aus. Ich bin froh über das völlig problemlose Fahrverhalten eines Tadpole-Dreirads bei einer Reifenpanne am Vorderrad. Auch bei hohen Geschwindigkeiten bleibt es voll steuerbar. Am Hinterrad möchte ich solch einen Defekt, besonders in der Kurve, nicht erleben. Ich begutachte den Schaden: Der Mantel hatte sich direkt am Übergang zur Felge aufgelöst und den Schlauch zerstört. Gut, dass ich mir einen 20-Zöller Ersatzmantel eingepackt habe. Mitten am Tag bei schönstem Sonnenschein kann einen solch eine Panne nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn noch ein paar andere Randonneure an einem vorbeiziehen und man der Meinung ist, man sei nun der letzte. Merkregel für künftige Brevets: Es kommt immer noch jemand hinter dir. ;-)

In Poikam komme ich zu einem kurzen Adrenalinstoß: Die Umgehungsstraße führt leicht bergab links um den Ort herum mit einer etwas engeren Kurve, in der genialerweise einige Kanaldeckel zu tief im Asphalt versenkt sind. Da ich das nicht gleich sehe, gerate ich mit dem Hinterrad auf einen von ihnen, verliere kurzzeitig den Grip und sehe mich schon seitwärts die Straße entlangrollen. Aber ich kann das Quest wieder einfangen und so geht's mit anfangs noch weit aufgerissenen Augen weiter, immer Richtung Süden.

In Wörth sehe ich einige Randonneure an der Raststätte stehen. Schön, ich bin also nicht weit abgeschlagen hinter allen anderen, sondern treffe immer wieder noch jemanden. Die Pilze mit Knödeln in der Raststätte schmecken ungemein gut, sättigen und sind absolut ihr Geld wert. Die Toilette ist auch dringend nötig und so verlasse ich frisch gestärkt, aber um kein Gramm schwerer wieder diesen gastlichen Ort. Es geht auf den Abend zu und bis zur nächsten Kontrollstelle geht es oft über kleine und kleinste Sträßchen, die möchte ich unbedingt noch im Hellen hinter mich bringen, was mir auch gelingt. Es ist sicherlich keine schnelle Strecke hier, aber eine sehr ruhige. Das wird mir mit aller Deutlichkeit bewusst, als ich in Waldkraiburg nach knapp 250km zum allerersten mal auf dieser Tour an einer roten Ampel stehe. Ich hatte schon fast vergessen, dass es so etwas gibt. Bisher ging es einfach immer gerade aus, der einzige begrenzende Faktor waren die eigenen Beine.

Es wird jetzt dunkel, aber die Streckenführung wir einfacher. Was mich aber nicht davon abhält, das ein oder andere Mal falsch abzubiegen. Ich merke es aber immer recht schnell und verliere so nicht allzu viel Zeit. Auf meine persönliche Sollzeit habe ich trotz meiner Panne auch noch eine Stunde gut und dieser Abschnitt läuft wie geschmiert, also was mache ich mir Sorgen. Dass es nicht allen so gut geht wie mir, merke ich dann an der Kontrollstelle in Bernau, dessen Angestellten ich unbedingt noch für den "Griesgrämigsten-Mitarbeiter-des-Jahres-2010-Award" vorschlagen muss. Unglaublich, wie lustlos und unfreundlich Menschen bei der Arbeit sein können. Die Tische und Bänke hat er extra verstellt, damit sich ja niemand hinsetzt, es könnte ja nachher für ihn Arbeit sein, hier wieder aufzuräumen. Einige müde und teilweise auch vom Magen her angeschlagene Randonneure saßen also auf den Treppenstufen herum und hofften, dass sich ihr Körper bald wieder erholt. Mir taten sie leid, aber helfen konnte ich ihnen auch nicht, also futterte ich drei überaus gesunde Bountys (komisch, aber da hatte ich grad so richtig Lust drauf...), ruhte mich etwas aus und machte mich wieder auf den Weg, kurz vor der Gruppe, die mit Karl fuhr. Bald tauchten ihre Lichter auf dem kleinen ansteigenden Ministräßchen auf und in der Folgezeit sahen wir uns immer wieder. Mal ging es bergauf, dann zogen sie an mir vorbei, mal bergab, dann schoss ich wieder mit Fernlicht an ihnen vorüber. A propos: Fernlicht und Velomobil ist eine sehr gute Kombination. Mit voller Beleuchtung kann ich auf guten Strecken bei Nacht immer noch bis zu 80km/h fahren und sehe dabei genügend.

Mitten in der Nacht kam dann die Hammersteigung der Tour, der Hundhamer Berg mit seinen nicht enden wollenden 15% Steigung. Hier habe ich mir erlaubt, mit dem Velomobil einige Höhenmeter abzukürzen (und Karl versprochen, das künftig nicht mehr zu tun...) und bin direkt durch den Ort gefahren. An der Steigung dann Schuhwechsel (ja, den Luxus von separaten Schuhen, in denen ich auch ordentlich gehen kann, habe ich mir gegönnt) und das Rad den Berg hochgeschoben. Langsamer als wenn ich gefahren wäre war ich wohl auch nicht, aber das Quest ist doch recht tief zum schieben und eine Hand muss immer steuern, sonst fährt es in alle Richtungen, nur nicht bergauf. Wieder wurde ich überholt, egal. Höhenmeter um Höhenmeter ging es hinauf. Irgendwann wurde es flacher und als es "nur" noch 10-12% Steigung hatte, war mir Fahren doch wieder angenehmer als Schieben. Zumindest hat die Geherei meinen Füßen ganz gut getan. Auf langen Strecken habe ich immer ein Brennen in den Fußsohlen und muss recht häufig kurze Pausen einlegen. Wahrscheinlich sind mir die Rennradschuhe etwas zu schmal und so werde ich demnächst mal mit Radsandalen experimentieren. Aber zurück zum Thema...

Der Hundhamer Berg war geschafft, es ging wunderbar leicht wieder das Tal abwärts, aber nicht für lange, denn bei Wörnsmühl lauerte die nächste fiese Steigung, die allerdings ihr Pulver schon gleich zu Beginn verschoss und nach oben hin dann allmählich flacher wurde. Hier war ich wieder ganz alleine, war mit mir und der Welt zufrieden und kroch langsam den Berg hinauf (was bedeutet schon Geschwindigkeit...). Die Nacht ging, im Nordosten war schon ein Schimmer dunkeblau zu erkennen und die Vögel fingen ihr Konzert an. Für wohl der schönsten Moment der ganzen Tour und wohl einer, den man nur erleben kann, wenn man diesen erschöpften aber glücklichen Zustand der automatisierten Bewegung und völligen Zufriedenheit gefunden hat, wie er wohl nur selten außerhalb eines Brevets vorkommt. Erstaunlicherweise war ich die ganze Nacht über nie wirklich müde geworden. Eigentlich hatte ich geplant, dann mit dem Quest rechts ranzufahren und einfach die Augen zu schließen und zu schlafen, bis mich die fehlende Wärme der Bewegung wieder weckt. War aber überhaupt nicht nötig.

Kurz vor Bad Tölz würde es dann doch noch mal kurzzeitig richtig frisch. Über dem Land lag etwas Nebel und wir fuhren die Bundesstraße bergab auf Bad Tölz zu. Der Fahrwind und die kalten Wassertröpfchen hatten dann doch eine recht erfrischende Wirkung auf mich. Trotzdem merkte ich in Bad Tölz, dass ich etwas wacklige Beine hatte. Die stundenlange Berg- und Talfahrt hatte ihre Spuren hinterlassen. Also ließ ich diese Pause bei Kaffee und Butterbretzel auch etwas ruhiger angehen und nahm mir Zeit, damit der Körper sich wieder etwas regenerieren konnte, was er dann auch erstaunlich schnell tat.

Inzwischen war der Tag richtig angebrochen und die Straßen füllten sich, ich trauerte etwas der ruhigen Nachtstimmung hinterher, aber ich freute mich doch über den herrlichen Tag mit strahlendem Sonnenschein und (anfangs) noch kühlen Temperaturen. Jetzt kannte ich mich auch wieder etwas aus, denn ich kam in "mein Revier". Vorbei ging es an Starnberger und Ammersee und dann vor Wessobrunn den Berg hinauf. Hinter Wessobrunn hatte Karl noch einen Routentip von mir mit eingebaut, allerdings hatte er ihn noch so erweitert, dass wir über Sträßchen gefahren sind, die auch ich nicht kannte. Wunderschön und diese Strecke umgeht etwa 500m extrem schlecht geflickte Straße, die wir bei meinem Vorschlag noch mit drin gehabt hätten. Bis Reichling ging's noch bergauf, dann kam der velomobilfreundlichste Teil der ganzen Strecke. Über viele Kilometer immer leicht bergab. Im Normalfall fahre ich hier ständig über 50km/h, aber heute war ich auch glücklich, wenn ein 3er oder 4er vorne stand. Aber ein schönes Gefühl ist es schon, wenn das Rad wieder rollt und der Fahrwind rauscht...

In Landsberg habe ich nur kurz gehalten, um mir einen Stempel zu holen, um dann schnell daheim vorbeizufahren und mir einen neuen Ersatzmantel einzupacken. Nach Osterdorf und später wieder zurück waren es ja schließlich immer noch 300km. Daheim setzte ich einen Topf Spaghetti auf und gönnte mir den Luxus einer Dusche und frischer Radklamotten. Ahhhhhhhhhhh, wunderbar. So lässt sich's leben. Schnell die Spaghetti eingefahren, Toilettengang eingeschoben, Reifen eingepackt, Sonnenmilch gekauft (ich war schon leicht rot...) und weiter ging's auf der Strecke. Ich fühlte mich wieder richtig gut. Tempo 40 in der Ebene? Kein Problem. Naja, zumindest bist zur ersten Steigung in die Westlichen Wälder hinein. Dort briet mich die Mittagssonne so zusammen, dass ich fast zu viel bekam. Die Strecke ging zwar wieder leicht bergab, aber ich rollte jetzt mehr als ich fuhr. Ein kurzes Nickerchen irgendwo im Schatten hätte sicher gut getan, aber auch mehrere kleine Pausen bekamen mich wieder ein wenig auf die Beine. So kullerte ich auf einer Strecke, die eigentlich für mein Velomobil prädestiniert war, Richtung Wertingen, wo ich dann erstmal eine längere Pause einlegen musste. Nach einer Stunde war ich aber auch hier wieder einigermaßen auf dem Damm und durfte einer zufällig anwesenden Lokalreporterin zusammen mit dem Quest noch Modell stehen.

So, fast da, es fehlen "nur" noch die berüchtigten Schweinehügel. Aber ich liege gut in der Zeit, bin kaputt aber es geht mir ganz gut, also was soll's. Nur meine Füße brennen immer mehr. Meine Pausenfrequenz ist inzwischen bei spätestens 5km in der Ebene oder 50 Höhenmetern angekommen. Länger kann ich nicht mehr am Stück fahren. Steige ich aus und stehe zwei Minuten einfach nur herum, kann ich mich wieder reinsetzen und weiterfahren. Bei Schweinspoint (Nomen est omen) überholt mich ein Rennradler bergauf, so dass ich denke, ich stehe. "Junge, das kann doch nicht gesund sein!" will man ihm nachrufen, aber da ist er auch schon über alle Berge, während ich weiter mit 4km/h und Puls 100 (auf mehr komme ich kaum noch) den Berg hochkrieche. Ein Hügel nach dem anderen wird abgearbeitet, allmählich steht die Sonne tiefer und ich nähere mich Karls Highlight der Tour, von der er schon vorher freudestrahlend berichtete: Ein 9km lange Abfahrt nach Pappenheim, für die natürlich vorher noch 200 Höhenmeter getankt werden müssen. Bei 11% Steigung geht das (zumindest auf der Karte) auch ganz schnell. Bei Sonnenuntergang falte ich in Pappenheim meinen Bremsschirm zusammen und mache mich auf die letzten drei Kilometer. Nur noch eine halbe Stunde und ich bin da... Der Tag geht, ich bin nach 38 Stunden wieder in Osterdorf angekommen und fühle mich eigentlich gar nicht so schlecht dabei. Eine Dusche, zwei Teller Spaghetti, drei Flaschen Apfelschorle und schon fühle ich mich fast wieder wie ein Mensch. Als allerdings mein Kreislauf langsam runterfährt, kippe ich fast von der Bierbank und entschließe mich doch recht schnell, dass nun Schlafenszeit wäre. Ich schaffe es noch, meine Sachen auszuziehen, da drückt jemand bei mir den Not-Aus und niemand wäre in der Lage gewesen, mich in diese Nacht wieder zu wecken.

Den nächsten Tag lasse ich sehr ruhig angehen. Mein Muskelkater hält sich zwar in Grenzen, aber der Tag soll sehr heiß und sonnig werden und ich muss über Stunden direkt nach Süden fahren. Also lasse ich mir Zeit, helfe Heidi und Karl beim Aufräumen und mache mich erst gegen 17:00 Uhr auf den Weg. Bald schon merke ich, dass das Radeln erstaunlich gut geht, viel besser als erwartet. Es macht Spaß, Druck zu geben, nur meine Fußsohlen beschweren sich immer wieder. Als dann links und rechts die Gewittertürme nach oben schießen werde ich immer schneller. Auf dem letzten Kilometer erwischen mich die ersten Regentropfen, aber ich komme ohne Gewitter zu hause an. Auf dem Tacho steht ein 30er-Schnitt. Das hätte ich am Tag nach dem 600er Brevet nicht erwartet. Dass meine Muskeln das Ganze dann doch nicht so ohne Weiteres weggesteckt haben, erfuhr ich dann am nächsten Tag. In der Arbeit blieb ich einfach auf meinem Stuhl sitzen, bewegte mich möglichst wenig und wenn ich doch einige Schritte gehen musste, hatte ich immer das Gefühl, die Beine nicht richtig im Griff zu haben. Egal, geht auch vorbei...

Martin Keller